Am 14. April berichteten südkoreanische Medien, dass LG Display (LGD) einen Investitionsplan zur Einführung des eLEAP-Verfahrens für einige seiner großformatigen OLED-Produktionslinien erarbeitet. Der Investitionsumfang soll vergleichsweise gering sein, und eine endgültige Investitionsentscheidung wird gegen Ende des Jahres erwartet. Sollte der Plan finalisiert werden, wird LGD das eLEAP-Verfahren voraussichtlich nutzen, um die IT-Produktnachfrage großer nordamerikanischer Kunden zu decken.
Branchenanalysten gehen davon aus, dass LGD angesichts der verstärkten Investitionen der Konkurrenten in Gen 8.6 OLED-Produktionslinien immer dringlicher wird, was intern das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Investitionen in neue Technologien stärkt.
Branchenkennern zufolge prüft LGD die Möglichkeit, einen Teil seiner Produktionslinien für die Herstellung großformatiger OLED-Panels mittels des eLEAP-Verfahrens zu erweitern. Eine endgültige Investitionsentscheidung wird bis Ende 2025 erwartet, der Produktionsausbau könnte möglicherweise bereits im nächsten Jahr beginnen.
Die geplante großformatige OLED-Linie auf eLEAP-Basis soll eine monatliche Kapazität von etwa 7.500 Substraten (7,5k) haben, was einem vergleichsweise kleinen Maßstab entspricht.
Da die eLEAP-Technologie jedoch noch nicht vollständig in der Massenproduktion validiert wurde, wird die Linie höchstwahrscheinlich als Pilot- oder Validierungslinie entwickelt werden.
LGD hatte zuvor ein Investitionsbudget von rund 2 Billionen Won für dieses Jahr angekündigt. Ohne die seit dem letzten Jahr bereits getätigten Investitionen belaufen sich die tatsächlichen Neuinvestitionen für 2025 auf etwa 1,5 Billionen Won. Branchenweit wird erwartet, dass ein Teil dieser Mittel für eLEAP-bezogene Projekte verwendet wird.

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eLEAP wurde von Japan Display Inc. (JDI) entwickelt und ist eine Technologie, die rote, grüne und blaue Pixel mithilfe einer offenen Metallmaske (OMM) anstelle einer feinen Metallmaske (FMM) aufträgt.
Branchenkenner gaben bekannt, dass LGD vor etwa drei Jahren mit der Evaluierung des eLEAP-Verfahrens begann. Im vergangenen Jahr prüfte das Unternehmen zudem die Machbarkeit der Massenproduktion hochwertiger IT-OLED-Panels auf großflächigen OLED-Fertigungslinien mithilfe der eLEAP-Technologie.
Da eLEAP auf FMM verzichtet, bietet es ein höheres Aperturverhältnis – den Anteil der lichtemittierenden Fläche innerhalb eines Pixels. Theoretisch kann dies die Helligkeit um bis zu 2x steigern und die Lebensdauer um mehr als 3x verlängern. Bei erfolgreicher Kommerzialisierung würde die Technologie eine hocheffiziente Produktion hochwertiger Panels ermöglichen.
Wird der eLEAP-Investitionsplan genehmigt, plant LGD, 2027 mit den Vorbereitungen für die Massenproduktion zu beginnen. Das Unternehmen hat außerdem einen Fahrplan entworfen, um das Verfahren ab 2030 in großem Umfang auf hochwertige Produkte wie IT-OLED anzuwenden.
Der Markt geht allgemein davon aus, dass Apple der Hauptabnehmer dieser Produktionslinie sein wird. Nach der Markteinführung des OLED-iPads im Jahr 2024 plant Apple, die Panels für wichtige IT-Produkte wie MacBook und iMac (Displays) schrittweise auf OLED umzustellen.
Branchenbeobachter interpretieren dies daher als Zeichen dafür, dass LGD angesichts des zunehmenden Wettbewerbs, da Konkurrenten wie Samsung Display ihre Investitionen in Gen 8.6 OLED-Displays beschleunigen, neue Technologieinvestitionen erwägt, um mithalten zu können. Im Vergleich zum Aufbau einer komplett neuen Gen 8.6-Produktlinie wird die Einführung von eLEAP als Lösung gesehen, die die Investitionsbelastung verringert.
Ein Branchenkenner sagte: „Das Unternehmen könnte zunächst die Produktionslinie aufbauen und dann die Massenproduktion anstreben, indem es die Ausbeute über einen längeren Zeitraum schrittweise verbessert.“
Er fügte hinzu: „Die endgültige Investitionsentscheidung liegt in der zweiten Jahreshälfte beim Aufsichtsrat, aber meines Wissens besteht bereits ein starker interner Konsens über die Notwendigkeit der Investition.“
Veröffentlichungsdatum: 22. April 2026
